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Homeschooling

Der Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder zu Hause unterrichten zu lassen hat vielfältige Gründe: So möchten einige Eltern, dass der Nachwuchs im eigenen Rhythmus lernen kann. Andere möchten ihr Kind in ihrer Nähe wissen oder stimmen der Art der Wissensvermittlung der öffentlichen Schulen nicht zu.
Jedoch unterliegen die Homeschooler einiger Regeln, wie wir dies am Beispiel des Kantons Zürich darlegen.
Kids

Rechtliche Grundlagen

Der Privatunterricht wird von der Bildungsdirektion beaufsichtigt.

Schulpflicht

Der Privatunterricht ist gesetzlich ebenso zulässig wie der Besuch an der öffentlichen Schule oder einer Privatschule.

Meldepflicht

Privatunterricht ist nicht bewilligungspflichtig sondern lediglich meldepflichtig. Die Eltern melden den Privatunterricht ihrer Kinder der Schulpflege ihrer Wohngemeinde und der Bildungsdirektion, Aufsicht Privatschulen. Die Meldung hat vor Aufnahme des Privatunterrichts und später jährlich mit den Formularen der Aufsicht Privatschulen zu erfolgen.

Gruppengrösse

Im Privatunterricht werden gleichzeitig maximal fünf schulpflichtige Kinder unterrichtet.

Anzahl Lektionen

  • Beim Unterricht von maximal 3 Kindern muss mindestens die Hälfte der im kantonalen Lehrplan vorgesehenen Lektionen erteilt werden
  • Bei vier und fünf Kindern muss mindestens zwei Drittel der im kantonalen Lehrplan vorgesehenen Lektionen erteilt werden

Ausbildung der Lehrpersonen

Dauert der Privatunterricht länger als ein Jahr, muss er von einer Person mit abgeschlossener Lehrerausbildung erteilt werden. Das heisst, dass eine Schülerin oder ein Schüler während der Schulpflicht insgesamt höchstens ein Jahr von Personen ohne abgeschlossene Lehrerausbildung unterrichtet werden. Als abgeschlossene Lehrerausbildung gelten (für den Kanton Zürich):
  • Lehrdiplom der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich)
  • Fähigkeitszeugnis einer Vorgänger-Institution der PH Zürich
  • Lehrdiplom für Maturitätsschulen oder Vorgänger-Diplom
  • Ausbildungen in anderen Kantonen der Schweiz
  • anerkanntes Lehrdiplom der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK)

Lehrplan und Lernziele

Die Lernziele gemäss dem Lehrplan des Kantons Zürich müssen erreicht werden.

Überprüfung der Unterrichtsqualität

Dauert der Privatunterricht länger als ein Jahr, wird die Qualität des Unterrichts jährlich überprüft. Die Überprüfung erfolgt mittels jährlicher Aufsichtsbesuche. Zusätzlich können Schulleistungstests angeordnet werden.
Bei schwerwiegenden Mängeln kann die Direktion den Privatunterricht untersagen

Schullaufbahn / Zeugnisse

Über Promotionen (Niveau innerhalb einer Schulstufe) und Übertritte entscheidet die unterrichtende Person. Gesetzliche Grundlagen zu Beurteilung und Promotion an der Volksschule finden sich in § 32 VSG und §§ 33-40 VSV. Die Direktion empfiehlt, diese sinngemäss anzuwenden. Unterrichtende Personen im Privatunterricht dürfen die offiziellen Zeugnisformulare der Volksschule verwenden, eigene Zeugnisse ausstellen oder ganz von einer schriftlichen Form der Beurteilung absehen. Bei den offiziellen Zeugnissen der Bildungsdirektion handelt es sich um öffentliche Urkunden, die wahrheitsgemäss und dokumentenecht zu führen sind.

Schulferien

Die Schülferien können, müssen aber nicht nach den lokalen Schulferien gerichtet werden. Dies wird jedoch von der Bildungsdirektion empfohlen.

Lehrmittel

Schulpflichtige Kinder, die privat unterrichtet werden, können die in der Volksschule abgegebenen obligatorischen Lehrmittel bei ihrer Wohnortsgemeinde unentgeltlich beziehen.

Musikschule und Schulsport

Privat unterrichtete Schülerinnen und Schüler können an ihrem Wohnort die Musikschule besuchen und die Angebote des freiwilligen Schulsports nutzen. Für die Nutzung dieser Leistungen gelten für privat unterrichtete Schülerinnen und Schüler die gleichen Bedingungen wie für diejenigen, die die öffentliche Schule besuchen.

Abklärungen und Therapien

Privat unterrichtete Schülerinnen und Schüler haben an ihrem Wohnort Anspruch auf Abklärungen und Therapien. Die Therapien umfassen:
  • die logopädische Therapie
  • die psychomotorische Therapie
  • die Psychotherapie
Die Schulpflege entscheidet über Art und Umfang der Leistungen.
Oben stehende Angaben basieren auf dem Text Privatunterricht (Homeschooling) der Bildungsdirektion Zürich.

Unser Angebot an Sie

Wir gehen mit Ihnen und Ihrem Kind die verschiedenen Anforderungen durch wie
  • Formal korrekte Meldung erstellen
  • die benötigten Fächer und Themen erstellen
  • Wochenplan erstellen
  • Schulbücher einholen
  • Wir unterstützen Sie auch bei der administrativen Arbeit
  • Wir finden Ihrem Kind passende Lehrkräfte mit der angeforderten didaktischen und pädagogischen Ausbildung.
Sehr gerne nehmen wir uns Zeit für ein 60 minütiges Standortgespräch mit Ihnen bei dem Sie bereits viele Informationen erhalten und wir oft schon die weiteren Schritte zusammen definieren können. Dieses Standortgespräch können wir telefonisch oder im 1:1 Gespräch durchführen. Danach verrechnen wir CHF 90 pro Stunde für allfällige Recherchen und zeitliche bzw. fachliche Aufwände.

Kantönligeist im Homeschooling

Diese Sektion befindet sich im Aufbau.

Glarus

Anforderung an Lehrperson: Die Homeschool Lehrperson muss ein stufengerechtes Diplom haben. Das heisst, dass z.B. nur Lehrer mit einem Oberstufendiplom auch Sekschüler unterrichten darf. Dies gilt auch für die Vorschule (Kindergarten).
Vorgeschriebene Anzahl Stunden pro Woche: Aufsicht Die Aufsicht erfolgt durch die Abteilung Volksschule. 2. Organisation Gruppengrösse Als privater Einzelunterricht gilt Privatunterricht und der Unterricht in einer Gruppe bis zu fünf Kindern. Information Die Erziehungsberechtigten informieren die Abteilung Volksschule und die Schulleitung am Wohnort der Lernenden jährlich bis zum 31. Juli über die Bedingungen des Einzel- unterrichts wie Ort, Name und Qualifikation der unterrichtenden Person, Lehrmittel und Stundenplan. Stundenplan Bei Einzelunterricht wird in der Regel ein Drittel der Wochenlektionen gemäss Lehrplan erteilt, bei zwei bis fünf Lernenden die Hälfte des Wochenpensums. Lehrplan und Lehrmittel Der Unterricht richtet sich nach dem kantonalen Lehrplan. Die Auswahl der Lehrmittel liegt in der Kompetenz der unterrichtenden Person. Überprüfung Die Erziehungsberechtigten legen der Abteilung Volksschule jeweils per Ende Schuljahr (31. Juli) in angemessener Form dar, wie die Lernziele gemäss Lehrplan erreicht worden sind. Genügt die Darlegung der Zielerreichung nicht oder werden die Lernziele wiederholt nur teilweise oder gar nicht erreicht, kann die Bewilligung entzogen werden. Beiträge Für den privaten Einzelunterricht werden keine finanziellen Beiträge des Kantons ent- richtet.
Weitere Informationen und die Vernetzung mit anderen, interessierten Familien finden Sie unter www.homeschooling-netzwerk.ch

Schulverweigerer

Es kann auch sein, dass ein Schüler den Gang zur Schule verweigert. Hier wird die Möglichkeit geboten, den Schulstoff in privatem Rahmen nachzuholen / aufzuarbeiten. Je nach Wohnkanton unterliegt dies verschiedenen Regeln.
Sehr gerne helfen wir Ihnen bei Fragen weiter. Rufen Sie uns an unter 044 500 26 64 oder kontaktieren Sie uns unter lernen@tutorat.ch